Leonce und Lena

Lustspiel von Georg Büchner

- Premiere

mit einer Pause

Eremitage

Aufführungen

„Ich habe die große Beschäftigung, müßig zu gehen."

Die royale Hochzeit zwischen den Sprösslingen der Königshäuser Popo und Pipi steht an und versetzt alle in höchste Aufregung. Der Staatsrat, marionettenhafte Dekoration der Monarchie, will den Prinzen Leonce auf seine zukünftige Rolle vorbereiten und der König selbst hat zu Protokoll gegeben, dass er sich an diesem Tag freuen werde! Alle scheinen sich zu freuen – außer das Hochzeitspaar.

Ohne sich jemals begegnet zu sein, beschließen die beiden unabhängig voneinander, vor der Vermählung zu fliehen. Und wie es der Zufall oder die Vorsehung so will, begegnen sie sich in einem Wirtshaus und – verlieben sich.

In poetischer Sprache entlarvt Büchner Banalitäten, originell zeigt er die geistige Leere von bequemen Postenträgern. In Form einer märchenhaften romantischen Komödie übt er beißende Kritik an Selbstgefälligkeit, Provinzialismus und Unterwürfigkeit. Er wechselt mühelos von grotesken Momenten zu traumverlorenen Passagen mit universellen Fragen: Wer bin ich, wo ist mein Platz und was soll das alles, wenn wir sowieso sterben müssen?

In diesem Kosmos zwischen Märchen, Traum und Groteske bewegt sich der Stil der Inszenierung: Mit zauberhaften Kostümen auf der einmaligen Bühne des Römischen Theaters und einer eigens dafür komponierten Partitur aus Liedern und Bühnenmusik.

Team

Besetzung

Rosetta
Zeremonienmeister
Valerio
König
Präsident
Finanzminister
Lena
Hofprediger / Assistent
Hofschulmeister
Valentina
Wirtin / Diener 1
Leonce
Kellner / Diener 2

Aufführungen

Fotos

Pressestimmen

Nordbayerischer Kurier

Ute Eschenbacher, 10.06.2026, Nordbayerischer Kurier

Bayreuther Tagblatt

Mit Georg Büchners Komödie „Leonce und Lena“ bringt die Studiobühne Bayreuth politische Satire, Humor und Romantik auf die Bühne des Römischen Theaters. Die Inszenierung von Ulrike Zeitz nutzt die besondere Atmosphäre der Eremitage wirkungsvoll aus.

Stephan Müller, 05.06.2026, Bayreuther Tagblatt

Kulturbrief

Leonce und Lena nach so langen Jahren wieder einmal an der Studiobühne, in einem durchaus stimmigen Gartenraum zu erleben, um sich, vielleicht nicht allein ganz am Rande, Gedanken über das sogenannte „Melken“ und die Verteilung der Güter zu machen, ist wunderbar: für die Liebhaber eines über weite Strecken rhetorischen Dramas wie für die Freunde eines sinnlichen Theaterspiels.

Frank Piontek, 31.05.2026, Kulturbrief